Hallo Ihr Lieben,
zuerst natürlich:
FROHES NEUES JAHR!!!
Da es inzwischen gefühlte 98570 Neujahrs-Postings gibt, möchte ich zur Abwechslung einfach schon mit einem guten Vorsatz hier in 2013 starten - endlich mal wieder ´ne Anleitung for free posten. ;-)
Also. Here it is!
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Vor nun schon über 3 Jahren (!?!!) habe ich meine Tatüta-Nähanleitung hier gepostet und es ist immernoch und immer wieder schön zu lesen, dass auch -und gerade!!- Anfängerinnen damit so einfach tolle Nähergebnisse erzielen. Ich freue mich echt über jeden einzelnen Kommentar! :-)
Da ich durch die vielen Rückmeldungen den Eindruck gewonnen habe, dass es Euch wie mir geht und auch Ihr ausgesprochene Freundinnen schnell und unkompliziert umzusetzender Nähvorhaben seid, zeige ich Euch heute mal meine Art, eine Jeanshose zu kürzen.
Denn wer kennt es nicht, das Problem der zu langen Hosenbeine..
Bei einer "normalen" Hose stellt das Kürzen selbst eine Nähanfängerin kaum vor ein großes Problem, aaaaber bei einer Jeans sieht das schon etwas anders aus! Da muss ja auf jeden Fall der Saumabschluss erhalten bleiben - einfach so umgenähte Jeanshosennähte - die gehen jawohl gaaarnicht!! ;-)
Hast Du Dich bisher gefragt, wie das EINFACH und SCHNELL gehen soll? Dann habe ich heute hier die Lösung für Dich:
Jeans umnähen leicht gemacht
1. Ziel bestimmen.
Jeans mit Schuhen anziehen und die Hosenbeine ganz einfach nach außen soweit umschlagen,
wie sie nachher sein soll. Umgeschlagene Hosenbeine feststecken, Hose wieder ausziehen.
2. Zu kürzende Länge berechnen.
In unserem Beispiel war das Hosenbein um 16 cm umgeschlagen, soll also insgesamt um 16 cm kürzer werden. Dieses Maß wird zunächst durch 2 geteilt (hier kommen wir also auf 8).
Und zu dieser Zahl wird nun die Breite des Nahtumschlages hinzugerechnet (hier: 1,5 cm) und das Hosenbein entsprechend weiter umgekrempelt.
Im Beispiel ergibt sich also eine Länge von 8 cm + 1,5 cm = 9,5 cm.
So werden die Hosenbeine nun vorsichtig rundrum festgesteckt.
3. Nähen.
Um evtl. Ärger mit abgebrochenen Nadeln gleich vorzubeugen,
besser eine Jeansnadel verwenden (Stärke 90-100)!
Nun wird aber genäht, und zwar ganz dicht am Saumumschlag entlang..
Achte hier besonders darauf, dass die Seitennähte so exakt wie möglich übereinanderliegen. Am Besten fängst Du einfach in Höhe der äußeren Seitennaht mit dem Nähen an. Dort würde man nämlich zum Schluss am ehesten erkennen, wenn Du nicht genau gearbeitet hättest.
4. Überprüfen.
Den abgenähten Teil nach innen umklappen, nochmal reinschlüpfen in die Hose und vergewissern, dass es auch wirklich die richtige Länge ist.
Wenn alles stimmt:
5. Abschneiden.
Den abgenähten Teil wieder nach außen krempeln und
etwa 1 cm von der Naht entfernt den überschüssigen Teil der Jeans einfach abschneiden.
6. Versäubern.
Mit der Overlock-Maschine, oder (wie in unserem Beispiel) einfach mit dem Zick-Zack-Stich der normalen Nähmaschine die Schnittkanten miteinander verbinden und gleichzeitig versäubern.
7. Umbügeln
Nun alles wieder nach innen einklappen
und kräftig ausbügeln.
8. Fertig!
Angezogen ist es nicht erkennbar, dass die Hose gekürzt wurde und sie hat immernoch den so wichtigen typischen Jeans-Umschlag!
So einfach geht das.
Also trau Dich und hab viel Spaß beim Ausprobieren!!
Ich bin total gespannt auf Eure Ergebnisse!
Deshalb: Wenn Du es probierst, bitte teile mir doch mit, wie Du mit der Anleitung klar gekommen bist und ob alles gut funktioniert hat! Auch bei evtl. Fragen oder Anregungen kommentiere einfach hier oder schicke mir eine Mail an casa-soleggiata@web.de.
Und wieder gilt: Wenn Du die Anleitung gut findest, darfst Du sie natürlich gern auf Deinem Blog verlinken und dafür auch Bilder von hier mitnehmen, wenn Du magst.
Ich freue mich über jede Rückmeldung!